STRAFRECHT

Die Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens stellt für jeden Betroffenen eine große Belastung dar. Bereits der bloße Verdacht einer Straftat kann zu einem erheblichen Prestigeverlust führen. Wird der Betroffene dann auch noch verurteilt, kann dies zu existenziellen Folgen sowohl beruflicher als auch privater Natur führen. Deshalb ist es wichtig, sich so früh wie möglich an einen professionellen und durchsetzungsfähigen Strafverteidiger zu wenden.

Das Strafrecht gliedert sich in die Bereiche Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittel- und Kapitalstrafrecht, Sexualstrafrecht und Jugendstrafrecht.

Im Bereich des Wirtschaftsstrafrechts (Bsp.: Korruptionsverdacht, Betrug, Untreue, Urkundenfälschung, Vorenthalten von Arbeitsentgelt, Steuerhinterziehung) sollen wegen der sonst für die Betroffenen oft existenziellen Folgen bereits durch vorausschauende Problemanalyse strafrechtliche Verwicklungen des Mandanten vermieden werden. Wird tatsächlich ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet, stellen wir frühzeitig einen Kontakt zu den Strafverfolgungsbehörden her, um gezielt intervenieren und alle Chancen rechtzeitig nutzen zu können.

Das Betäubungsmittelrecht gliedert sich im wesentlichen in die eigentlichen Betäubungsmitteldelikte ( Umgang mit Betäubungsmitteln) und in die sog. Beschaffungskriminalität (z. B. Diebstahl, Raub etc.).

Das Jugendstrafrecht findet zwingend Anwendung für jugendliche Straftäter im Alter von 14 bis 18 Jahren, darüber hinaus auch für Heranwachsende im Alter von 18 bis 21 Jahren, wenn diese nach der Gesamtwürdigung der Täterpersönlichkeit einem Jugendlichen gleichzustellen sind.

Das Jugendgerichtsgesetz bietet in weit größerem Umfang rechtliche Möglichkeiten als das allgemeine Straf- und Strafprozessrecht. Im Jugendstrafrecht steht der erzieherische Gedanke im Vordergrund. So gibt es bspw. spezielle jugendstrafrechtliche Sanktionen, die das allgemeine Strafrecht nicht vorsieht (z. B. eine Verwarnung, die Ableistung von Arbeitsstunden, Teilnahme an einem Antiaggressionstraining etc.). Aufgabe des Verteidigers ist es, diesen Grundsatz in den Focus der Aufmerksamkeit der Strafverfolgungsbehörden zu lenken.

Das Umweltstrafrecht umfasst die Straf- und Ordnungswidrigkeitentatbestände, deren geschütztes Rechtsgut die Umwelt im weitesten Sinne ist. beispielsweise Abfall- und Abwässerbeseitigung, Gewässer- und Grundwasserschutz, Naturschutz und Landschaftspflege.

Die Strafvorschriften auf dem Gebiet des Umweltrechtes sind sehr unbestimmt, so dass bei ihrer Auslegung oftmals Rechtsunsicherheit herrscht. Wer die Vorschriften nicht beachtet, muss z. T. mit erheblichen Strafen rechnen. Damit haben die Strafbarkeitsrisiken für betrieblich Verantwortliche im Umweltbereich erheblich zugenommen. In den meisten Verfahren verfolgen die Staatsanwaltschaften daher auch leitende Angestellte und Inhaber von Unternehmen. Sie kann der Vorwurf des Organisationsverschuldens treffen. Daher leisten wir vorbeugenden Schutz durch Präventivberatung.

Bei einer Verurteilung wegen einer Verkehrsstraftat, z. B. wegen Straßenverkehrsgefährdung, Trunkenheit oder Nötigung im Straßenverkehr, unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahrlässige Tötung und Körperverletzung im Straßenverkehr besteht immer die Gefahr, dass neben der Geld- oder Freiheitsstrafe ein Fahrverbot angeordnet oder die Fahrerlaubnis entzogen wird.  Als Verteidiger muss man in diesem Bereich alle Möglichkeiten ausschöpfen, um eine solche zusätzliche Bestrafung des Mandanten zu vermeiden. Ist dies nicht möglich, weil schon das Gesetz eine entsprechende Führerscheinmaßnahme vorsieht, ist der Verteidiger gefordert, dafür zu sorgen, dass die Sperrfrist für die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis von vornherein möglichst kurz bemessen. Nach der Verurteilung ist der Mandant über die Möglichkeiten und Voraussetzungen einer nachträglichen Sperrfristverkürzung aufzuklären.

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Alexandra Gorazdza
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Fachanwältin für Verkehrsrecht
Fachanwältin für Strafrecht

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